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Mit Migranten für Migranten – Gesundheitsprojekt aus Hannover erhält Auszeichnung als „Deutschlands Social Entrepreneur 2008", 10. Dezember 2008. 
Ramazan Salman (EMZ) ist Deutschlands „Social Entrepreneur 2008“ – Schwab Stiftung für Social Entrepreneurship, „Capital“ und The Boston Consulting Group vergeben Preis für „Unternehmer im sozialen Bereich“ – Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat Schirmherrschaft für Wettbewerb übernommen Berlin/Hannover. Ramazan Salman ist Sozialarbeiter sowie Unternehmer zugleich – und Deutschlands „Social Entrepreneur 2008“. Der Gründer des „Ethno-Medizinischen Zentrums“ in Hannover hat 500 Migranten als „Gesundheitslotsen“ ausgebildet. Sie nehmen Landsleuten in Deutschland die Angst vor dem Arztbesuch, können Tabu-themen wie Aids besser ansprechen und informieren über Gesundheitsvorsorge. Salman erhielt die Auszeichnung für seinen innovativen Ansatz und seine unternehmerische Herangehensweise. Die bundesweite Arbeit für Migranten mit Migranten finanziert der Hannoveraner nicht nur mit staatlichen Geldern. Er sucht gezielt Unternehmens-sponsoren und bietet kostenpflichtige Dolmetscherdienste an, wenn Krankenhäuser nach Übersetzern suchen. Diese Kombination aus sozialem Engagement und Unternehmergeist zeichnet der Preis „Social Entrepreneur des Jahres“ aus. Der Wettbewerb wird von der Stiftung von Professor Klaus Schwab, Gründer des Weltwirtschaftsforums in Davos, „Capital“ und The Boston Consulting Group organisiert und steht in diesem Jahr erstmalig unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. Online Video: Deutsche Welle GLOBAL 3000 Das Globalisierungsmagazin Einsatz von Managementmethoden in der Sozialarbeit Bei der Preisverleihung am 9. Dezember in Berlin zeigte sich Hilde Schwab, Präsidentin der Schwab Stiftung, beeindruckt von dem Engagement: „Die Gesundheitslotsen leisten einen wichtigen Beitrag, damit die medizinische Behandlung von Migranten nicht an Sprachproblemen und kulturellen Missverständnissen scheitert.“ Der Preisträger Ramazan Salman wurde aus einem Kreis von 50 Bewerbern ausgewählt, die für eine neue Generation der „Sozialunternehmen“ stehen. „Das Ethno-Medizinische Zentrum ist offen für Unternehmenskooperationen und neue Finanzierungswege. Dieser Unternehmergeist trägt zur Nachhaltigkeit der Arbeit bei", sagt BCG-Geschäftsführer Dr. Dieter Heuskel und verweist auf das Wachstum des Zentrums. Bisher haben 12.000 Migranten in zehn Bundesländern vom Angebot profitiert.
 50 Organisationen bewarben sich um Auszeichnung – fünf Finalisten nominiert Neben dem Ethno-Medizinischen Zentrum hatten vier weitere Organisationen als Finalisten die Endrunde erreicht. Sie bieten Jugendlichen (www.projektfabrik.org) und Langzeit-arbeitslosen (www.diearbeitsbeschaffer.de) Jobchancen, engagieren sich für Toleranz (www.annefrank.de) und informieren über psychische Erkrankungen (www.buendnis-depression.de). „Capital“-Chefredakteur Dr. Klaus Schweinsberg betonte: „Die Finalisten setzen nicht nur auf Spenden, sondern auch auf unternehmerische Kernkompetenz, um ihre Anliegen voranzubringen.“ Über den Sieger entschied eine namhafte Jury, zu der neben den Initiatoren auch Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft gehörten – darunter Dr. Stefan Groß-Selbeck, Geschäftsführer, eBay GmbH; Prof. Dr. André Habisch von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt; die Leiterin des Instituts für Demoskopie Allensbach Prof. Dr. Renate Köcher; Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender, Commerzbank AG; Prof. Dr. Joachim Schwalbach von der Humboldt-Universität zu Berlin; die Preisträgerin 2007 Rose Volz-Schmidt; und Werner Wenning, der Vorstands-vorsitzende der Bayer AG.
Weltweit hat die Schwab Stiftung mehr als 100 führende „Social Entrepreneurs“ in über 30 Ländern ausgezeichnet. Der Preis ist nicht dotiert, bietet aber Gelegenheit zum Austausch mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft. Neben der Möglichkeit einer Beratung haben die Preisträger auch Zugang zu Stipendien für eine Managementweiterbildung an weltweit führenden Universitäten wie der Harvard Business School, der Stanford University oder dem INSEAD. www.schwabfound.org.
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